Schüler und Klassen

Die Margeriten-Schule ist eine Förderschule mit dem Förderschwerpunkt "emotionale und soziale Entwicklung“. Die Schülerinnen und Schüler werden jedoch nach dem Rahmenlehrplan der Grundschule unterrichtet.

Das Schulgesetz des Landes Brandenburg in der zuletzt geänderten Fassung vom 18. Dezember 2018 sagt im § 29 Abs. 1:

„Schülerinnen und Schüler mit Lern-,  Leistung- und Entwicklungsbeeinträchtigungen verschiedener Ursachen, die in der Schule individueller, sonderpädagogischer Hilfe bedürfen, haben ein Recht auf sonderpädagogischer Förderung.

Entsprechend der Sonderpädagogikverordnung zuletzt geänderte Fassung vom 20. Juli 2017 § 1 haben junge Menschen mit sonderpädagogischem Förderbedarf  das Recht auf eine ihren Möglichkeiten entsprechende Bildung und Erziehung. Dieses Recht kann im gemeinsamen Unterricht oder an einer entsprechenden Förderschule verwirklicht werden.

Die besondere Struktur der Schule, das hohe Engagement und die Professionalität der zum großen Teil auch sonderpädagogisch ausgebildeten Pädagoginnen und Pädagogen sowie der neue Rahmenlehrplan machen es möglich, besonders gut  auf eine Vielzahl von Lernstörungen, Leistungsschwächen und sozial emotionale Entwicklungsprobleme von  Schülerinnen und Schülern einzugehen. Die dabei erforderlichen sonderpädagogischen Maßnahmen werden im Team abgesprochen und initiiert.

Entlang der Schädigungsspezifik der Kinder z.B. ADS, ADHS, Koordinationsstörungen, Sprachstörungen, Entwicklungsstörungen, sozial- emotionale Störungen, motorische und visuelle Störungen, Ich- Störungen, Teilleistungsstörungen, bzw. komplexe Störungen, Mehrfachschädigungen… ergeben sich folgende Arbeitsschwerpunkte:

• in der Grundschulzeit die Verhaltensauffälligkeiten der Kinder durch erziehungsfördernde Maßnahmen in der bildungs- und Erziehungsarbeit mit allen Erziehungsträgern soweit abzubauen, dass eine Wiedereingliederung in die Heimatschule mit nachsorgender Betreuung, einer Integrationsform an der Heimatschule oder eine kooperative Betreuung an der Heimatschule so früh wie möglich vorgenommen werden kann.

• Prävention zur Vermeidung sozialer Isolation, Ausgrenzung, Erfahrungsarmut und eines Schulversagens und der Notwendigkeit weiterführender intensiver Betreuungsmaßnahme nach KJHG.

•  Noch engere Vernetzung von Bildung- und Erziehungsarbeit zur Kompensation ungünstiger Lernvoraussetzungen und Verstärkung der individuellen Förderung zur Gewährleistung von Chancengleichheit

•  Förderung der Entwicklung der Leistungsfähigkeit und der sozialen Fähigkeit in verschiedenen Aktionsfeldern, Ausbau individueller Stärken und

•  Entfaltungsmöglichkeiten als Voraussetzung für die Bewältigung zukünftiger Aufgaben

•  Entwicklung eines eigenverantwortlichen Lernens durch Vielfältigkeit von Angeboten auf unterschiedlichem Niveau

•  Integrative Betreuung/ Nachsorge beim Übergang in die Oberschule

Die Lebenslage unserer Schülerinnen und Schüler

Unsere Kinder kommen aus Elternhäusern, Wohngruppen und  Pflegefamilien.

Den neu zu uns kommenden Schülern fehlen soziale Kompetenzen. Deshalb ist eine spezielle intensive und effektive pädagogische Arbeit notwendig.

Bei verhaltensauffälligen Schülern ist die Hemmschwelle zum Einsatz von Gewalt als Konfliktlösungsstrategie sehr gering.

Mobbing und gestörtes Selbstwertgefühl sind bei Kindern und Jugendlichen im schulischen Bereich zunehmend festzustellen.

Familien unterstützen seltener ihre Kinder bei schulischen Aufgaben, Beziehungsprobleme in der Familie sind in der Schule häufiger wahrzunehmen.

Zurzeit lernen an unserer Schule 58 Schülerinnen und Schüler in 6 Schulklassen. Alle Klassenstufen sind einzügig.

Unsere Schüler sind 6 bis 13 Jahre alt. Wir haben deutlich mehr Jungen als Mädchen.

Aufgrund des Schulstandortes und des großen Einzugsbereiches unserer Schule müssen die Kinder Fahrzeiten von bis zu einer Stunde je Weg bewältigen.

Der Einzugsbereich unserer Schule beträgt ca. 1/3 der Fläche des Landkreises Oberhavel. Alle Kinder der Schule sind Fahrschüler.

Unsere Schülerinnen und Schüler müssen mit dem öffentlichen Nahverkehr (VBB, OVG) oder Taxis zum Schulstandort fahren. Sie wohnen in verschiedenen Orten des Landkreises Oberhavel, des Landkreises Havelland, des Landkreise Ost-Prignitz-Ruppin und Berlin.