Schulsozialarbeit

Derzeit findet keine Schulsozialarbeit statt, da die Stelle nicht besetzt werden konnte. Grundsätzlich gilt jedoch:

An der Schule mit dem Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung richtet sich die Arbeit der Schulsozialarbeiterin nach den besonderen Begebenheiten dieser Einrichtung. In dieser Schule lernen derzeit 44 Kinder von der ersten bis zur sechsten Klasse, bei denen ein Förderbedarf im Bereich emotionale-soziale Entwicklung festgestellt wurde.

Die SchülerInnen stammen im Wesentlichen aus sozial benachteiligten Familien, was bedeutet, dass ihre Lebensumstände maßgeblich durch Armut, Arbeitslosigkeit, Gewalt- und Suchterfahrungen, eingeengte bzw. eingeschränkte Wohnumfelder und Stigmatisierungen bestimmt sind. Diese Probleme wirken sich u.a. im Lern- und/oder Verhaltensbereich aus.

Die sozialpädagogische Arbeit ist defizitorientiert und entspricht den intrapersonalen Besonderheiten der Kinder. Die Sozialarbeiterin setzt sich als Ziel, ihren Beitrag zur ganzheitlichen Förderung zu leisten. Sozialarbeit an der Förderschule in Borgsdorf richtet sich also an

 

  • Kinder als SchülerInnen der Förderschule
  • Eltern und Erziehungssysteme, in denen die Kinder leben
  • LehrerInnen der Förderschule bzw. der Heimatschulen oder den weiterführenden Schulen.

 

Bei den SchülerInnen handelt es sich um Kinder, denen die allgemeine Schule nicht gerecht werden kann. Es sind vielschichtige Probleme und massive Verhaltensauffälligkeiten zu beobachten, wie z.B.

 

  • starke nach Innen und Außen gerichtete verbale und körperliche Aggressivität,
  • innere und äußere Verwahrlosung,
  • psychische Störungen,
  • organisch bedingte Auffälligkeiten.

 

Die Kinder leben in unterschiedlichen Lebenszusammenhängen, die häufig von folgenden Besonderheiten gekennzeichnet sind:

 

  • Überforderung und Hilflosigkeit im Umgang mit dem Kind,
  • eventuell auftretende Problemsituationen durch Alkohol, Arbeitslosigkeit und/oder Verschuldung,
  • Struktur- und Perspektivlosigkeit,
  • Beziehungs- und Kommunikationsstörungen.

 

 

Die Arbeit der Schulsozialarbeiterin verfolgt das Motto „Prävention, Intervention und Netzwerkarbeit“, daraus resultieren folgende Themenschwerpunkte:

 

  • Beziehungsaufbau
  • Förderung sozialer Kompetenzen
  • Ausbau, Stärkung von Fähigkeiten zur Ich-Stabilisierung
  • Entwicklung von Interessen und Neigungen im Freizeitbereich
  • Krisenintervention
  • Entwicklung von Problemlösungsstrategien
  • Erweiterung von Handlungskompetenzen
  • Ausbau familiärer Unterstützungsmöglichkeiten
  • Vermeidung weiterer Stigmatisierung und Ausgrenzung

 

Konkrete Beschreibung des Arbeitsfeldes

 

 Diagnostischer Bereich:

  • Kind-Umfeld-Analyse zur Erfassung der außerschulischen Lebenswelt
  • Vorraussetzung hierfür enge Zusammenarbeit zwischen Lehrer, Eltern und Sozialarbeiterin

 

Arbeit mit den Familien/Erziehungssystemen:

  • Beziehungsaufbau (Beratungsgespräche, Hausbesuche ,Vermittlertätigkeit)
  • Prakt.Lebenshilfe (Behördengänge, Vermittlung verschied. Helfersysteme)

 

Einzelfallbetreuung:

  • Krisenintervention
  • Reflexion (Beobachtung, Spieltherapeutische Aktion)
  • Schon- bzw. Schutzraum anbieten
  • Konfliktmanagement und Entwicklung von Problemlösungsstrategien

 

Soziale Gruppenarbeit/niedrigschwelliges Angebot/ Freizeitgestaltung:

  • Entspannungstraining
  • Spielstation in der Hofpause
  • Lesepause
  • Begleitung schulinterner Maßnahmen( Klassenfahrten/ Wandertage/Feste)

 

Zusammenarbeit mit anderen Diensten/ Bildung von Netzwerken:

  • Aquise und Organisation von thematischen Veranstaltungen /Projekten
  • Zusammenarbeit Erziehungsberatung/ Schulpsychol./ Jugendamt/Heime/ Ärzte etc.

 

Zusammenarbeit Schulgremien:

  • Planungsgespräch Schulleitung (wöchentlich)
  • Dienstberatung Hort/Schule (14tägig/monatlich)Schulkonferenz
  • Elternkonferenz/-versammlung
  • Förderausschuss
  • Klassenkonferenzen (bedarfsorientiert)