Hausaufgaben

Hausaufgaben sind zur Nach- oder Vorbereitung des Unterrichtsstoffes gedacht. Sie sollten durch die Schüler ohne außerschulische Hilfe in angemessener Zeit zu bewältigen sein und in Umfang und Schwierigkeit dem Alter und Leistungsvermögen der Schüler angepasst sein. Die tägliche Gesamtbelastung der Schüler sollte beim Stellen von Hausaufgabenberücksichtigt werden.

Hausaufgaben müssen sorgfältig in die Unterrichtsplanung einbezogen sein und dürfen den SchülerInnen nicht am Ende jeder Stunde als notwendiges Übel auferlegt werden. Die Hausaufgaben müssen sich aus dem Gang des Unterrichtes ergeben; sie sollen nicht mit mechanischer Regelmäßigkeit erteilt werden, sondern nur, wenn sie unter den unterrichts-gemäßen Gesichtspunkten notwendig und in arbeitsökonomischer Hinsicht sinnvoll sind.
Hausaufgaben sollten kontrolliert, aber in der Regel nicht zensiert werden.
Hausaufgaben dürfen keine Bestrafung darstellen.

Umfang:
1. + 2. Klasse bis 1/2 Stunde
3. + 4. Klasse bis 1 Stunde
5. + 6. Klasse bis 1 1/2 Stunden
Die erfolgreiche Arbeit von Schülern außerhalb der Unterrichtszeit setzt eine Reihe geeigneter Rahmenbedingungen voraus.
Dazu gehören:
• räumlich-materielle Bedingungen , wie ein geeigneter Arbeitsplatz und seine Ausstattung mit den nötigen Arbeitsmitteln und Materialien,
• zeitlich-organisatorische Bedingungen, insbesondere die Freistellung der Kinder von anderen Aufgaben in Haushalt und Familie,
• personelle Bedingungen insbesondere im Hinblick auf Betreuung, Aufsicht und bei Bedarf auch Hilfe und Unterstützung sowie die dafür nötige pädagogische Kompetenz,
Tipp:
• Hausarbeit ermöglicht eine Differenzierung u.a. hinsichtlich Methode, Zeitrahmen, Material, Lernort, Medien und bietet die Chance, Schüler an individuelles und selbstständiges Arbeiten zu gewöhnen
• Voraussetzung ist, dass der Lehrer die unterschiedlichen Lerntypen und Leistungsvoraussetzungen kennt und berücksichtigt

Regelmäßigkeit und Kontrolle sind notwendig