Konzept Schul- und Unterrichtsorganisation im Schuljahr 2020/2021

Konzept

Schul- und Unterrichtsorganisation im Schuljahr 2020/2021

an der Margeriten-Schule


 

 

Handlungsgrundlage

Ø  SARS-CoV-2-Umgangsverordnung vom12.06.2020

 

Ø  Rundschreiben 13/20 vom 19.06.2020 betreffend „Unterrichtsbetrieb Schuljahr 2020/2021“

 

Ø  Schreiben vom 12.06.20 betreffend „Informationen zur Dokumentation verpflichtender Kompetenzbereiche / Lerninhalte für die Jahrgangsstufen 1 bis 10 sowie die gymnasiale Oberstufe und beruflichen Bildungsgänge zu, Ende des Schuljahres 2019/2020“

 

Ø  Anlage 6: Schulaufsichtliche und schulfachliche Aspekte der sukzessiven Wiederaufnahme des Schul- und Unterrichtsbetriebes für Grundschulen.

 

Ø  Anlage 7: Schulaufsichtliche und schulfachliche Aspekte der sukzessiven Wiederaufnahme des Schul- und Unterrichtsbetriebes für die Förderschulen

 

Ø  Anlage 9: Kerncurricula für bestimmte Fächer / Lernbereiche

 

Ø  Rahmenlehrplan der Jahrgangsstufen1-10

 

Ø  Schulinternes Curriculum

 

Ø  Hygieneplan der Schule

 

 

1.    Infektionsschutz

 

1.1  Allgemeingültige Schutzmaßnahmen

 

  • Auf die korrekte Hust- und Niesetikette (ins Taschentuch oder in die Armbeuge) achten.
  • Regelmäßiges Waschen der Hände mit Seife und Wasser. Eine Handlungsanleitung zum Händewaschen hängt über alle in der Schule nutzbaren Waschbecken.
  • Das Berühren von den Augen, der Nase und dem Mund soll vermieden werden.
  • Das Ausleih- und Tauschverbot von Gegenständen mit anderen Personen wird weitergeführt.

·   Die Räume sind regelmäßig zu lüften, mindestens alle 45 Minuten.

Zum Beginn des Schuljahres und bei der Durchführung von Wandertagen bzw. Schulfahrten werden die Schüler*innen über die Maßgaben der aktuellen Umgangsverordnung belehrt.

In der Schule gilt weiterhin der Mindestabstand von 1,5 Meter zwischen den Lehrkräften oder dem sonstigen pädagogischen und technischen Personal sowie bei der Kontaktaufnahme zwischen Eltern und sonstigen Dritten.

Zwischen den Schüler*innen ist kein Mindestabstand mehr einzuhalten. Dies gilt auch für die Lehrkräfte oder dem sonstigen pädagogischen Personal und den Schüler*innen.

Schulfremde Personen sollen sich vor dem Schuleintritt im Sekretariat melden. Es besteht die Möglichkeit sich vor Schuleintritt die Hände zu desinfizieren.

 

Bei COVID-19-typischen Krankheitsanzeichen müssen betroffene Personen der Schule fernbleiben.

Auf folgende Anzeichen muss geachtet werden:

 

  • trockener Husten,
  • Fieber,
  • Atembeschwerden,
  • Zeitweiser Verlust von Geschmacks-/Geruchssinn,
  • Halsschmerzen.

 

Personen, die mit einem nachweislich an COVID-19-Erkrankten in einem Hausstand leben oder Krankheitssymptome von COVID-19 aufweisen bzw. selbst erkrankt sind, dürfen nicht die Schule betreten.

Näheres wird im Hygieneplan der Schule beschrieben.


 

1.2 Risikogruppen

 

1.2.1     Schüler*innen

 

Bei Schüler*innen, die selbst oder bei denen Haushaltsangehörige einer Risikogruppe angehören, entscheiden die Eltern über den Besuch des Präsenzunterrichts.

Gemäß § 7 Absatz 1 VV-Schulbetrieb müssen die Eltern die Schule über das Fernbleiben des Kindes informieren und entsprechend des §7 Absatz 2 VV-Schulbetrieb ein ärztliches Attest vorlegen.

Die Schulpflicht wird nicht ausgesetzt. Die pädagogischen Angebote werden in Rücksprache mit der zuständigen Lehrkraft vom Schüler*in im Distanzunterricht erarbeitet. Die Lernangebote beziehen sich immer auf die Unterrichtsinhalte des Präsenzunterrichtes.

Die Bewertungsgrundlage ist die VV-Leistungsbewertung und der Förderplan mit den besprochenen Nachteilsausgleichen.

Eine Verweigerung der Mitarbeit bzw. eine Nichterreichbarkeit des Kindes durch die Schule wird dem Schulamt, ggf. dem FB Jugend, mitgeteilt.

 

1.2.2     Lehrkräfte und sonstiges pädagogisches Personal

 

Alle Beschäftigten des Landes Brandenburg sind grundsätzlich vor Ort an der Schule tätig.

Ein Fernbleiben vom Dienst setzt die Vorlage einer (fach-)ärztlichen Bescheinigung voraus. Daraus muss sich, dass eine Infektion mit dem COVID-19-Erreger zu einem schweren Krankheitsverlauf führen könnte, die einen Einsatz an der Schule medizinisch als nicht vertretbar erscheinen lässt. Eine solche ärztliche Bescheinigung darf einen Zeitraum von maximal drei Monaten umfassen. Bei Bedarf kann eine zusätzliche Begutachtung der Dienst- bzw. Arbeitsfähigkeit der Lehrkraft im Präsenzunterricht angefordert werden. Das Nutzen individueller Schutzmaßnahmen steht jeder Lehrkraft frei, solange der Unterricht damit zweckentsprechend durchführbar ist.

(siehe Rundschreiben 13/20)

 

 

2.    Prozessstruktur der Planung des Schuljahres 2020/2021

 

2.1  Regelbetrieb

 

Der Regelbetrieb stellt den Normalfall dar und wird durchgeführt, soweit keine Einschränkungen des Schulbetriebs aufgrund der Entwicklung des Infektionsgeschehens vorgenommen werden müssen.


 

2.1.1     Unterrichtsbetrieb

 

Der Unterricht wird nach der Stundentafel für den Bildungsgang „Grundschule“ angeboten.

Grundsätzlich gilt die Umsetzung der Festlegungen des Hygieneplans der Schule. Dieser wird in regelmäßigen Abständen, gemäß der aktuellen Umgangsverordnung, überarbeitet.

Die erste und zweite Klasse gehen zehn Minuten eher in die Mittagspause. Somit kommt es zu weniger Schüler*innen auf dem Schulflur.
Um eine Durchmischung der Lerngruppen zu vermeiden, wird der Mindestabstand bei der Essenausgabe weiterhin beachtet.

Essentiell ist die Aufrechterhaltung des Angebotes der individuellen Lerngruppe (ILG).

Schüler*innen, die aufgrund ihres Verhaltens nicht in der Lage sind am Unterricht teilzunehmen, werden dort betreut und pädagogische Angebote werden im Kleinstgruppensetting durchgeführt. Sollte die ILG nicht angeboten werden können, werden diese Schüler*innen in der Regel in den Nachbarklassen betreut. Dort dürfen sie sich nur im Auszeitbereich des Klassenraumes aufhalten. Diese pädagogischen Möglichkeiten sind im Klassenbuch zu dokumentieren.

 

2.1.2     Unterrichtsinhalte

 

Der Unterricht erfolgt auf der Basis der Stundentafel. Die Lehrkräfte der Margeriten-Schule fertigten eine Aufstellung zu den nichtbehandelten Themen an. Diese werden in der Fachkonferenz der Vorbereitungswoche besprochen und deren Einbezug in den neuen jährlichen Stoffverteilungsplan thematisiert. Für das Schuljahr 2020/2021 werden inhaltliche Schwerpunkte gesetzt und deren Umsetzung in der ersten Elternversammlung mit den Eltern besprochen.

In den ersten drei Wochen des Schuljahres 2020/2021 werden in den Fächern Deutsch, Mathematik, Englisch und Naturwissenschaft Lernstandsanalysen durchgeführt. Auf dieser und der Grundlage des individuellen Förderplans sollen mögliche Lerndefizite ausgeglichen werden.

Die Lehrkräfte werden ihrer Ausbildung entsprechend in den Fachunterricht eingesetzt.

An der Margeriten-Schule wird immer ein festes Lehrerteam für jede Klasse eingesetzt und das Klassenleiterprinzip gilt vorrangig. Das führt zu einem verstärkten Aufbau der Beziehungen und dient zur Strukturierung des Unterrichts und Orientierung für die Schüler*innen. Dadurch wird ebenso eine Vermischung der Lehrkräfte mit den unterschiedlichen Lerngruppen vermieden.

Derzeit werden alle Lehrkräfte in den Präsenzunterricht eingesetzt. Daher wird dieser Abschnitt nach der Anlage 7 Punkt 1.4 Personaleinsatz/ Fachlichkeit des Unterrichts angepasst, sollte dieser Fall eintreten.

 

2.2    Fallweise Einschränkungen des Regelbetriebs: Wechsel von Präsenz- und Distanzangebot

 

Ein Wechsel zwischen Präsenz- und Distanzunterricht findet im Eventualfall statt, wenn aufgrund des Infektionsgeschehens vor Ort, in der Region oder landesweit der Präsenzunterricht nur eingeschränkt stattfinden kann.

 

2.2.1 Unterrichtsorganisation

 

Es erfolgt grundsätzlich ein Wechsel zwischen dem Präsensunterricht und dem Distanzlernen. Beide Formen werden unter der Benutzung analoger und digitaler Mittel miteinander verbunden.

Die Basis bildet der Hygieneplan der Schule, der je nach aktueller Situation weiterentwickelt wird.

Ein versetzter Unterrichtsbeginn bzw. -schluss ist aufgrund der Schülerbeförderung und der Anbindung des ÖVNP nicht möglich.

Soweit wie möglich soll der Präsenzunterricht aufrechterhalten werden. Die fallweise Einschränkung soll sich dann primär auf die Pausen beziehen. Die Lerngruppen gehen getrennt in alle Pausen bzw. halten sich in getrennten Pausenbereichen auf.

Lehrkräfte oder das pädagogisches Personal nehmen die Schüler*innen nach dem Eintreffen am Schulgelände in Empfang. Die Schüler*innen benutzen den jeweiligen Eingangsbereich.

Diese Möglichkeit der Öffnung der Schule trotz Infektionsgeschehen muss mit dem Staatlichen Schulamt Neuruppin besprochen werden.

Sollte eine Öffnung nicht möglich sein, erfolgt die Unterrichtsorganisation im Zwei-Wochen-Rhythmus.

Das bedeutet, dass der Präsenzunterricht im wöchentlichen Wechsel für alle Schüler*innen im Umfang von insgesamt der Hälfte der vorhergesehenen Stundentafel.

Die Klassen werden in Lerngruppen eingeteilt, die sich im zwei Wochen-Rhythmus abwechseln. Der Präsenzunterricht wird sich nach dem regulären Stundenplan richten, dass bedeutet:

 

·      Klasse 1:     21 Unterrichtsstunden im Präsenzunterricht,

·      Klasse 2:     21 Unterrichtsstunden im Präsenzunterricht,

·      Klasse 3:     25 Unterrichtsstunden im Präsenzunterricht,

·      Klasse 4:     26 Unterrichtsstunden im Präsenzunterricht,

·      Klasse 5:     31 Unterrichtsstunden im Präsenzunterricht,

·      Klasse 6:     31 Unterrichtsstunden im Präsenzunterricht.

·       

Somit kann im Fall eines Infektionsausbruches die Möglichkeit geschaffen werden, Beschränkungen (z. B. Quarantäne) für eine einzelne Lerngruppe zu organisieren, ohne dass zwangsläufig die gesamte Schule betroffen ist.

 

Der Unterricht erfolgt auf der Grundlage der Stundentafel. Damit wird die Wissens- und Kompetenzvermittlung in allen Fächern und Lebensbereichen gesichert. Wie schon in Punkt 2.1.2 erwähnte Lernausganglage finden auch in dieser Unterrichtsform ihre Berücksichtigung. Die Bestimmungen zur Leistungsbewertung richten sich nach § 57 BbgSchulG, den geltenden Bildungsgangverordnungen und
i. V. m. den VV-Leistungsbewertung.

Die Vermittlung des Distanzunterrichtes wird im Abschnitt 2.3 beschrieben.


 

2.3    Distanzunterricht / Schulschließung

 

Aufgrund des Infektionsgeschehens kann es zu veränderten Bestimmungen hinsichtlich der Maßnahmen zur Eindämmung an einzelnen Schulen kommen.

Auch im Distanzunterricht sollen die Schüler*innen ihre Lernziele erreichen.

Dafür werden Aufgaben erstellt, die die individuelle Lernausgangslage und die Förderziele der einzelnen Kinder beachten (siehe Abschnitt 2.1.2). Es werden bevorzugt Aufgabentypen gewählt, die handlungs- und schülerorientiert sind. Produktives Gestalten, Kreativität und kognitive Problemlösungsanstrengung sollen möglichst zusammenfallen. Die Aufgaben sollten so gestaltet sein, dass Anteile von Wahl- und Differenzierungsaspekten sowie Anregungen zur freiwilligen Weiterarbeit enthalten sind.

 

Die Wochenpläne werden auf der Grundlage des Rahmenlehrplans der Jahrgangsstufen 1-10 und unter der Berücksichtigung von Nummer 2-4 des
5-Punkte-Programms des MBJS (Schreiben vom MBJS vom 15.11.2018) mit dem Ziel des individuellen Kompetenzzuwachses erarbeitet.

 

Die Orientierung der Aufgabenstellung richtet sich nach der folgenden Auflistung:

 

Jahrgangsstufen 1 und 2

90 Minuten

Bearbeitung der Materialien

10 Minuten

lautes Lesen

45 Minuten

Wahlaufgabe aus dem Material

 

Jahrgangsstufen 3 und 4

125 Minuten

Bearbeitung der Materialien

15 Minuten

lautes Lesen

30 Minuten

Text schreiben

45 Minuten

Wahlaufgabe aus dem Material

 

Jahrgangsstufen 5 und 6

125 Minuten

Bearbeitung der Materialien

30 Minuten

lautes Lesen

45 Minuten

Text schreiben

45 Minuten

Weiterarbeit am Material

 

Die Zeiten werden für die tägliche Arbeit am Lernstoff eingeplant.

Die Übermittlung der Aufgaben spricht der Klassenlehrer mit den Erziehungsberechtigten individuell ab. Die Schule versendet diese Aufgaben per Email oder per Post. Eltern können diese in der Schule abholen.

Zu Beginn des Schuljahres werden die Möglichkeiten der digitalen Teilhabe der Schüler*innen in der ersten Elternversammlung erfragt und anschließend mit dem Landkreis Oberhavel als Schulträger besprochen.

Sollten die Schüler*innen digitale Möglichkeiten nutzen können, werden Lernplattformen, Videokonferenzen und die Nutzung des Internet zur Vermittlung des Lernstoffes angeboten.

Dies muss jedoch mit den Erziehungsberechtigten besprochen werden. Eine Belehrung zum Umgang mit der Datenschutzverordnung wird in der ersten Elternversammlung gehalten.

Sollte keine Elternversammlung stattfinden können, finden Telefonate mit den Erziehungsberechtigten statt. Die schriftlichen Einverständniserklärungen erfolgen in allen Fällen.

Die Lehrkräfte stellen sicher, dass die Schüler*innen regelmäßig ein aktuelles Feedback zu ihren bearbeiteten Aufgaben erhalten und ein wechselseitiger Austausch zu den Aufgaben und deren Bewältigung vorhanden ist.

Ein Mindestkontakt erfolgt zweimal in der Woche.

Fälle, in denen kein Kontakt hergestellt werden kann oder Aufgaben nicht erledigt werden, werden dem Staatlichen Schulamt Neuruppin angezeigt. Nach Absprache mit dem Staatlichen Schulamt Neuruppin oder dem Verdacht einer Kindeswohlgefährdung wendet sich die Mitarbeiter der Margeriten-Schule an den zuständigen FB Jugend.

Dieses Konzept wird laufend nach den aktuellen Verordnungen überarbeitet.

Überarbeitete Sachverhalte werden den Lehrkräften, den pädagogischen Mitarbeitern, den Erziehungsberechtigten und dem Schulträger zeitnah übermittelt.

 

 

inhaltliche Verantwortung:

 

B. Elsasser

stellv. Schulleiterin